Die Legende von Lünen an der Lippe

 

 

 

Der Legende nach, verirrte sich ein römischer Legionär, in der Walburgisnacht bei Vollmond, in den weiten Eichen- und Buchenwäldern des Münsterlandes. Sein Wasservorrat ging zur Neige und er bangte um sein Leben.

Durch das Licht des Vollmonds fand er endlich einen Fluss. Durstig und erschöpft von den Strapazen in der Wildnis und auf der Suche nach dem lebensrettenden Wasser, taumelte er ins seichte Ufer.

Als er mit seinen Lippen das erlösende Wasser berührte und trank, war es ihm, als wenn er die sanften Lippen einer schönen Frau berührte. Er sah in den Fluss und sah sein Spiegelbild, im Hintergrund der helle Vollmond und auf einem weißen Pferd eine wunderschöne Frau.

Ihre langen lockigen Haare wehten im sanften warmen Wind. Es war die Mondgöttin Luna.

Sie lächelte ihn an, kam auf ihn zu, streichelte ihn zärtlich und  beide erlebten die schönste Nacht ihres Lebens. Als der Legionär am Morgen aufwachte, war sie verschwunden.

Es ist ihm nur die Erinnerung an dieser wunderbaren Frau geblieben.

Das Wasser des Flusses hat ihm das Leben gerettet und er konnte sich am Flussverlauf orientieren.

Nachdem er eine Weile Flussaufwärts ging fand er sein verloren gegangenes Römerlager wieder.

Dieses Römerlager kann man heute immer noch besichtigen. Es liegt im heutigen Bergkamen.

Als nun der Eroberungskrieg  der Römer in Germanien zu Ende war, kam der Legionär aus Sehnsucht nach Luna wieder zu dem Ort, an dem er ihr begegnet war und sie geliebt hat.

Er hoffte sie dort wieder zu finden.

Aus Verehrung  und Liebe zu dieser wunderschönen Frau, nannte er diesen Ort „Lünen“, nach der Mondgöttin Luna und den Fluss „die Lippe“, zur Erinnerung an die sanftesten zärtlichsten Küsse dieser Frau.

Ob sie sich wieder gefunden haben, weiß man nicht genau. Aber man erzählt sich, dass die Töchter von Luna und dem Legionär,… in Lünen,.. verirrten Menschen helfen, ihren Weg wieder zu finden.  ;-)